A kiss makes the heart young again…

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„A kiss makes the heart young again and wipes out the years.“
Rupert Brooke

Gemäß Paragraph 1, Absatz 1, Satz 4 des Fleischhygienegesetzes ist der Verzehr von Hundefleisch in Deutschland verboten. Trotz der vom Fleischhygienegesetz angemahnten Fleischhygiene darf man Hunde in Deutschland nach belieben küssen. So viel man will. Auch auf den Mund. Pardon, die Schnauze. Allerdings raten nicht nur Tierärzte von übermäßigem Mund-Schnauze-Kontakt ab, auch der gesunde Menschenverstand sollte dies tun. Schließlich sind Hunde sehr gelenkig und können daher mit ihrer Zunge Dinge tun, von denen die Menschheit schon seit Adam und Eva träumt.

Wen das nicht schreckt, wer aber Anstoß am schlechten Atem des zu küssenden Hundes nimmt, für den gibt es auch eine Mundpflege-Serie namens Dog-A-Dent. Dog-A-Dent gibt es - ganz undekadent – als Zahnpasta mit Zahnbürste, als Maulspray oder als Kau-Tabs, gegen Mundgeruch, Karies und Zahnbelag.

Wer sich trotz Mundhygiene nicht an die feuchten Stellen des Hundes traut, kann trotzdem profitieren: Schmusen oder auch nur das Kraulen des Hundenackens senkt nachweislich den Blutdruck des Kraulers. Auch gegen Schmerzen sei das Tierkraulen wirksam, berichtet die Deutsche Schmerzliga.

Es ist unbestritten – das Zusammenleben mit einem Hund hat eine positive therapeutische Wirkung auf den Hundebesitzer. Außerdem strukturiert ein Hund den Tagesablauf des Menschen und ersetzt damit auch oftmals den fehlenden Partner.

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Die Redewendung „auf den Hund gekommen“ spielt beispielsweise darauf an, dass es älteren oder verwitweten Frauen nicht nur an Geld mangeln würde, sondern speziell am Partner, so dass sie, auch als Triebbefriedigung, „auf den Hund kommen“.

Ebenso ist die Herkunft des Begriffs „Schoßhündchen“ auf seine Funktion als Triebbefriediger im Schoß seines Frauchens zurückzuführen. Der Schoßhund ist also eine Art vorindustrieller Vibrator-Ersatz, gelegentlich auch „Punzenlecker“ genannt.

Heutzutage dient ein Hund aber auch, wissenschaftlich nachweisbar, zur Anbahnung von Sozialkontakten, sozusagen als „Kontaktagent“. Angeblich sind bereits 70 Prozent aller Hundebesitzer schon einmal einem anderen Menschen via Hund näher gekommen. Solcherlei Kontaktanbahnung via Rüde/Hündin kann man aber auch mit einem „Rüden-Abwehr-Zerstäuber“ verhindern, der - regelmäßig angewendet - den Lockstoff der Hündin neutralisiert.

Ein Hund kann seinem Halter aber auch ein gewisse Prise Glamour verleihen: Eine Untersuchung der TU Berlin konnte einen statistischen Zusammenhang zwischen einem Faible für schöne Autos oder elegante Wohnungen und einer Vorliebe für schöne und auffallende (Rasse-)Hunde herstellen.

[Foto Courtesy of M-Publication / Photography Susanne Waltröm]

Geschrieben von ix um 17:00

© Felix Schwenzel | Über M/wirres